8. Generalversammlung der BESG

Solinger Energiegenossenschaft investiert weiter in Solarenergie

Die Solinger Bürgerenergiegenossenschaft (BESG) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück, so die einhellige Meinung der rund 40 anwesenden Mitglieder, die sich am 9. Juli 2021 unter Corona-Bedingungen zur 8. Generalversammlung der Genossenschaft im Bürgersaal der Stadtkirche versammelt hatten.

Ingeborg Friege, ausscheidende Vorstandssprecherin der Genossenschaft wies mit Stolz darauf hin, dass auch in 2020 zwei neue Solarkraftwerke der Genossenschaft ans Netz gegangen sind. „Unsere in 2020 gebauten Anlagen haben eine elektrische Leistung von rund 130 KW und werden jährlich rund 110.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Damit senken wir den CO2-Ausstoß in Solingen weiter um ca. 70 Tonnen pro Jahr“ erläuterte Ingeborg Friege der Versammlung.

Die Genossenschaft hat im vergangenen Jahr 27 neue Mitglieder aufgenommen und einen Bilanzgewinn von rund 38.000.- € erwirtschaftet. Dieser Gewinn soll nach dem Willen der Generalversammlung im Unternehmen verbleiben und in neue Solarkraftwerke in Solingen investiert werden. „Wir wollen auch in den kommenden Jahren mit unserem Engagement und mit der finanziellen Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger dazu beitragen, dass die Energiewende in Solingen tatkräftig vorangetrieben wird“, skizzierte Ingeborg Friege den weiteren Weg der Genossenschaft.

Mit viel Applaus und großem Dank wurde Ingeborg Friege als Vorstandsmitglied der Solinger Bürgerenergiegenossenschaft verabschiedet. Ingeborg Friege hatte die Gründung der Genossenschaft maßgeblich initiiert und war seit der Gründung vor sieben Jahren Vorstandssprecherin. Sie wurde von der Versammlung einstimmig in den Aufsichtsrat der Genossenschaft gewählt und wird in dieser Funktion auch weiterhin die Arbeit der BESG begleiten. „Wir alle sind Ingeborg Friege zu großem Dank für ihr jahrelanges Engagement und für ihren Einsatz verpflichtet. Ohne Ingeborg Friege würde es die Solinger Energiegenossenschaft in dieser Form nicht geben“, fasste Ralf Schüle, Aufsichtsratsvorsitzender der BESG, die Stimmung der anwesenden Mitglieder zusammen.

Grußwort von Oberbürgermeister Tim Kurzbach
Vorstellung des neuen Banners durch die Botschafter der Energiewende
Ingeborg Friege : Dank und Blumen

Presse zur 8. Generalversammlung:

Solinger Tageblatt

Rheinische Post

solinger-nachrichten.de


„Es gibt ein gemeinsames Interesse“

Peter Vorkötter und Sven Heuermann vom Stadtdienst Natur und Umweltschutz stellten auf dem Energiewendestammtisch der BESG am 25. Januar die Aktivitäten zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung in der Stadt vor.
Durch die Covid-19 Pandemie sanken im letzten Jahr auch in Solingen die Treibhausgasemissionen deutlich. Für die Zeit danach stellt sich allerdings die Frage, wie der Klimaschutz in Solingen weiter vorangetrieben werden kann, um auch langfristige Minderungseffekte zu erzielen. Dies war der Anlass für den 2. virtuellen Energiewendestammtisch der BESG am Montag, den 25. Januar. Peter Vorkötter und Sven Heuermann vom Stadtdienst Natur und Umweltschutz stellten dabei das umfangreiche Projektportfolio der Stadt vor, das bereits 1992 mit dem Beitritt der Stadt zum Klimabündnis europäischer Städte seinen Ausgang nahm. Über 40 Personen nahmen daran teil. „Ich sehe mich eher als Netzwerker und Impulsgeber für Akteure in der Stadt als ein Umsetzer einzelner technischer Maßnahmen“, so Sven Heuermann, der bereits im letzten Jahr seine Tätigkeit als Klimamanager in Solingen aufnahm. Die Stadt alleine könne ein ambitioniertes Klimaziel kaum alleine umsetzen; dazu sei die Unterstützung aktiver Akteure in der Stadtgesellschaft nötig. Die Umsetzung einer klimaneutralen Stadtverwaltung, die Umsetzung eines Konzeptes zur Elektromobilität, die Erschließung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen und der Bau einer emissionsarmen Klimaschutzsiedlung sind dabei nur einige ausgewählte Aktionsfelder, die Sven Heuermann gegenwärtig umzusetzen versucht. Gerade der Ausbau von erneuerbaren Energien in den Bereichen Wohnen und Gewerbe steht dabei ganz oben auf der Tagesordnung. Die Diskussion im Anschluss zeigte, dass gerade hier ein gemeinsames Interesse der Stadt und der BESG besteht und auch künftig weitere Projekten ermöglicht. Die Diskussion zeigte aber auch am Beispiel Planungen in der Tunnelstraße, dass eine sehr engagierte Bürgerschaft laufende Planungsprozesse und Projekte der Stadt mit Bezug zum Klimaschutz bzw. zur Klimafolgenanpassung kritisch begleitet.

Der Vortrag von Peter Vorkötter und Sven Heuermann kann hier heruntergeladen werden: